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Die Geologie um Altenbrunslar

Das Basisgestein im Gebiet Brunslar ist untertriassischer (Alter ca. 252 bis 246 Millionen Jahre) mittlerer Buntsandstein[1]. Dieser rotbraune, grobkörnige Sandstein wurde als Baustein für viele Häuser benutzt.
Bei den Sandsteinen handelt es sich um Ablagerungen verflochtener Flusslandschaften. In Hessen hat der Buntsandstein eine Mächtigkeit von mehreren hundert Metern. Der Buntsandstein, in mehreren Horizonten, bietet, wegen seiner grossen Durchlässigkeit, extensive Aquifere (Wasserspeicher).
Sandstein Sandsteinmauer
Links: Buntsandstein. Rechts: Buntsandsteinblöcke in einer Mauer.
Die kleinen Löcher sind Stellen wo Tonplättchen ausgewittert sind.
Sandsteinaufschluss Links: Buntsandsteinaufschluss im 'Roten Graben' in Altenbrunslar, am Fundament einer Garage. Zu beachten sind die unterschiedlichen Bankmächtigkeiten, die Wechsel zwischen Ton- und Sandstein und die zum Teil stark geklüfteten Sandsteine.
Der andere auffällige Gesteinstyp im Brunslarer Raum ist Basalt, der in erodierten, ehemaligen Vulkanschloten vorkommt. Diese Vulkane entstanden im Tertiär, also vor etwa 60 Millionen Jahren. Auch andere Vulkane in Hessen waren in diesem Zeitraum aktiv, z.B. Vogelsberg, Amöneburg und Stoppelberg. Heute sind sie nicht mehr aktiv! Basalt wird, bedingt durch seine Härte, hauptsächlich für den Strassenbau verwendet. Basalt Sandsteinpflaster mit Basaltsplit
Links: Basaltpflaster. Rechts: Buntsandsteinpflaster in Basaltsplit.

Selten, sind Tertiärquartzite, wie z.B. am Riesenstein, zu sehen. Sie sind das Resultat starker Verwitterung im Buntsandstein.

Nach der letzten Eiszeit (also vor ca. 11.000 Jahren) wurden im Edertal fruchtbare Lösse (lufttransportierter Staub)[2] und fluviatile Kiese, abgelagert. Letzterer wird an vielen Stellen für Beton abgebaut.


Literatur

1 Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie (2010) Geologische übersichtskarte von Hessen (GüK 300) Karte.
2 Huckriede, R. (1971) über jungholozäne, vorgeschichtliche Löß–Umlagerung in Hessen. Quaternary Science Journal, Vol.22, No. 1, A. 01, 12-31.