Geschichte Von Altenbrunslar
Geschichte von Altenbrunslar
Der Name „Bruneslar“ wird 1154 in einer Urkunde des Klosters Breitenau genannt. Gesichert ist Altenbrunslar ab 1410 im Güterregister derer von Hertingshausen. Ein Verzicht von Friedrich von Hertingshausen bei der Sühne in Hessen auf das halbe Gericht zu Altenbrunslar wird 1381 überliefert.

Vorgeschichtliche Funde beweisen, dass schon im 3. Jahrtausend v. C. im nahen Quillerwald die Schnurkeramiker angesiedelt waren.
Als die Autobahn 1935 gebaut wurde, fand man zahlreiche Hügelgräber am Schleifsteinskopf.
1532 Nach der Reformation (1526) erhält Altenbrunslar einen Mönch aus der Breitenau als ersten ev. Prediger.
Altenbrunslar war immer ein Filial von Wolfershausen.
über das Alter der Kapelle in Altenbrunslar gibt es keine genauen Angaben (vermutlich ca. 900 Jahre). Die denkmalgeschützte evangelische Kapelle ist ein ursprünglich romanischer Bau, der in spätgotischer Zeit verändert und um einen Rechteckchor erweitert wurde. Über dem Kirchenschiff liegt ein fensterloses Fachwerk-Obergeschoss, das vermutlich einst als Fruchtspeicher diente. Eine ortsbezogene Sage dazu finden Sie unter Sagen.
Das Fachwerk-Obergeschoss und der Turm wurden 1681 errichtet.
Die noch heute vorhandene Glocke soll aus der Wüstung Brechelsdorf stammen.
In gotischen Minuskeln ist darauf zu lesen:
Im Jahr des Herren 1487, gegrüßt seist du Maria"
Am 3. September 1849 fährt der erste Zug durch Altenbrunslar, gezogen von der Henschel-Lokomotive Hassia.
Im Jahr 1885 wurde die erste Ederbrücke zwischen den beiden Brunslar dem Verkehr übergeben.
Bis dahin führte unterhalb der jetzigen Brücke ein Holzsteg, Specke genannt, über das Wasser.
In Herbst wurde der Steg immer wegen des zu erwartenden Hochwassers und des Eisgangs abgenommen.
Dann begann der Fährbetrieb mit einem Boot, das etwa 20 bis 30 Personen faßte.
Damit setzten auch die Schulkinder über, wenn sie zur Schule nach Neuenbrunslar wollten.
Beim Brückenbau wurde täglich 12 Stunden gearbeitet, es waren auch Maurer aus Bayern beschäftigt.
Ein Teil der Steine mußte mit Pferdewagen aus Balhorn herbeigefahren werden, die übrigen wurden hier gebrochen.
Die Einwohner zahlten freiwillige Spenden, ein Teil des aufzubringenden Geldes wurde bei der Landeskreditkasse in Kassel geliehen.
Manche Leute zahlten noch im zweiten Weltkreig Zinsen für den Brückenbau.
Der 17. Mai 1943 ist noch vielen Altenbrunslarern in schlechter Erinnerung.
Durch einen Bombenangriff auf die E dert alsperre wurde das gesamte untere Edertal überflutet.
Der größte Teil des Unterdorfes stand unter Wasser.
Die Brücke hielt den Wassermassen stand, nur der Oberbau musste erneuert werden.
1967 Elektrifizierung der Main-Weser-Bahn.
1971 Alten- und Neuenbrunslar werden durch die Gebietsreform zur Gemeinde Brunslar.
1. Januar 1974 Altenbrunslar wird Stadtteil von Felsberg.
2000 Die kleine stadteigene Kapelle in Altenbrunslar wird gründlich renoviert und ist wieder das Schmuckstück unserer Gemeinde.

